Fehler eingestehen, Vertrauen schaffen – Die Fehlerkultur von Christian Ambühl

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Mit dem Mut, Fehler zuzugeben, prägt Christian Ambühl eine seltene Führungskultur.

In hierarchischen Organisationen gilt das Eingestehen von Fehlern oft als Schwäche. Christian Ambühl sieht das anders. Für den Polizeichef der Polizei RONN ist die Bereitschaft, einen Irrtum zuzugeben und einen neuen Weg zu suchen, ein Zeichen von Stärke. Sein Prinzip lautet: Wenn etwas nicht funktioniert, geht es zurück auf Start. Diese Haltung steht im Gegensatz zu einer Kultur, in der Fehler vertuscht oder auf andere abgewälzt werden. Eine offene Fehlerkultur schafft Vertrauen, ermöglicht Innovation und macht Organisationen widerstandsfähiger gegenüber den Herausforderungen der Zukunft.

Hierarchische Strukturen wie die Polizei sind auf klare Abläufe, Verantwortlichkeiten und Zuverlässigkeit angewiesen. Doch gerade in solchen Organisationen entsteht oft eine Kultur, in der Fehler als Makel gelten und entsprechend verschwiegen werden. Christian Ambühl hält diese Haltung für gefährlich. Wer Fehler verheimlicht, verhindert, dass aus ihnen gelernt wird – und riskiert, dass sie sich wiederholen. Sein eigener Ansatz ist ein anderer: Er handelt gerne, übernimmt Verantwortung für seine Entscheidungen und ist zugleich bereit, einen Irrtum einzugestehen, wenn sich ein Weg als falsch erweist. „Zurück auf Start“ bedeutet für ihn keine Niederlage, sondern einen konsequenten Schritt zur Verbesserung. Diese Fehlerkultur ist in starren Strukturen selten und gerade deshalb wertvoll. Sie gibt Mitarbeitern die Sicherheit, neue Wege auszuprobieren, ohne Angst vor Bestrafung haben zu müssen. Eine Organisation, die Fehler als Lernchance begreift, entwickelt sich weiter, während eine Organisation, die sie verdrängt, im Stillstand verharrt.

Warum Fehler in Hierarchien tabu sind

Die Angst vor Konsequenzen

In streng hierarchischen Organisationen herrscht oft die Sorge, dass Fehler die eigene Position gefährden. Wer einen Irrtum zugibt, fürchtet Sanktionen oder Ansehensverlust. Diese Angst führt dazu, dass Probleme verschwiegen werden, statt sie offen anzusprechen. Christian Ambühl kennt diese Dynamik aus jahrzehntelanger Erfahrung und weiß, wie sehr sie eine Organisation lähmen kann. Verschwiegene Fehler werden nicht behoben, sondern wachsen im Verborgenen.

Der Trugschluss der Unfehlbarkeit

Hinzu kommt die verbreitete Erwartung, dass Führungskräfte keine Fehler machen dürfen. Dieser Anspruch ist nicht nur unrealistisch, er ist schädlich. Wer vorgibt, unfehlbar zu sein, verliert an Glaubwürdigkeit und nimmt sich die Möglichkeit, aus Erfahrungen zu lernen. Eine ehrliche Auseinandersetzung mit eigenen Grenzen ist hingegen die Grundlage für echte Weiterentwicklung.

Christian Ambühl und das Prinzip „zurück auf Start“

Handeln und Verantwortung verbinden

Das Prinzip von Christian Ambühl beruht auf einer klaren Verbindung: Er handelt entschlossen, übernimmt aber auch jederzeit die Verantwortung für sein Handeln. Diese Kombination ist entscheidend. Wer Entscheidungen trifft, ohne für sie geradezustehen, schafft kein Vertrauen. Wer hingegen Verantwortung übernimmt, kann auch Fehler eingestehen, ohne sein Gesicht zu verlieren. Christian Ambühl von der Polizei RONN verkörpert diese Haltung in seinem täglichen Führungshandeln.

Korrektur statt Rechtfertigung

Erweist sich ein eingeschlagener Weg als falsch, sucht Christian Ambühl nicht nach Ausreden, sondern nach Lösungen. Der Schritt zurück auf Start ist für ihn kein Eingeständnis von Versagen, sondern ein pragmatischer Akt. Eine Idee, die nicht funktioniert, wird verworfen und durch eine bessere ersetzt. Diese Bereitschaft zur Kurskorrektur unterscheidet ihn von Führungskräften, die an einmal getroffenen Entscheidungen festhalten, selbst wenn diese sich als untauglich erwiesen haben.

Wie eine offene Fehlerkultur Vertrauen schafft

Sicherheit für das Team

Wenn Mitarbeiter wissen, dass Fehler nicht sofort bestraft werden, trauen sie sich, Verantwortung zu übernehmen und neue Wege zu gehen. Christian Ambühl aus der Schweiz schafft mit seiner Haltung ein Klima, in dem Risiken kalkuliert eingegangen werden dürfen. Diese psychologische Sicherheit ist die Voraussetzung dafür, dass ein Team über sich hinauswächst. Wer Angst vor Fehlern hat, bleibt in der Komfortzone und vermeidet jede Veränderung.

Vorbild durch eigenes Verhalten

Eine Fehlerkultur lässt sich nicht verordnen, sie muss vorgelebt werden. Indem Christian Ambühl selbst zu seinen Fehlern steht, gibt er seinen Mitarbeitern die Erlaubnis, es ihm gleichzutun. Dieses Vorbild ist wirkungsvoller als jede Dienstanweisung. Eine Führungskraft, die eigene Irrtümer offen anspricht, signalisiert: Fehler gehören dazu, entscheidend ist der Umgang mit ihnen.

Die Bausteine einer gelebten Fehlerkultur

Eine konstruktive Fehlerkultur entsteht nicht von selbst. Sie beruht auf mehreren Grundsätzen, die Christian Ambühl in seiner Arbeit umsetzt:

  • Offenheit fördern: Fehler werden angesprochen, nicht verschwiegen, damit aus ihnen gelernt werden kann.
  • Verantwortung übernehmen: Jeder steht zu seinen Entscheidungen, statt die Schuld auf andere zu schieben.
  • Lösungen suchen: Statt nach Schuldigen wird nach Wegen gesucht, das Problem zu beheben.
  • Kurskorrektur erlauben: Ein falscher Weg darf verlassen werden, ohne dass dies als Niederlage gilt.
  • Vorbild sein: Führungskräfte leben den offenen Umgang mit Fehlern selbst vor.

Diese Bausteine zeigen, dass eine Fehlerkultur kein Zeichen von Nachlässigkeit ist, sondern im Gegenteil hohe Ansprüche an Ehrlichkeit und Verantwortung stellt.

Innovation braucht die Freiheit zu scheitern

Fortschritt durch Mut

Veränderung ist ohne Risiko nicht zu haben. Wer Neues wagt, kann scheitern – und genau deshalb scheuen viele Organisationen Innovation. Christian Ambühl in Ronn hat erkannt, dass Fortschritt die Freiheit zum Scheitern voraussetzt. Nur wer ausprobieren darf, ohne bei jedem Misserfolg Konsequenzen fürchten zu müssen, entwickelt kreative Lösungen. Die selbst entwickelten digitalen Werkzeuge, mit denen er Arbeitsabläufe vereinfacht hat, sind das Ergebnis dieser Experimentierfreude.

Lernen aus Rückschlägen

Jeder Rückschlag enthält eine Lektion. Wer Fehler analysiert, statt sie zu verdrängen, gewinnt wertvolle Erkenntnisse für die Zukunft. Diese lernende Haltung macht Organisationen widerstandsfähiger. Sie wiederholen Fehler seltener und entwickeln sich kontinuierlich weiter. Stillstand entsteht hingegen dort, wo aus Angst vor Fehlern nichts mehr gewagt wird.

Der Widerstand gegen Veränderung

Beharrungskräfte überwinden

Nicht jeder begrüßt eine offene Fehlerkultur. In jeder Organisation gibt es Menschen, die an Gewohntem festhalten und Veränderungen ablehnen. Christian Ambühl kennt diesen Widerstand. Manche Kollegen, wie er es beschreibt, sind in ihrer Zeit hängengeblieben oder wollen sich schlicht nicht mehr bewegen. Wer Veränderung anstößt, muss mit solchem Gegenwind rechnen und ihn aushalten können.

Standhaftigkeit mit Augenmaß

Der Umgang mit Widerstand erfordert Fingerspitzengefühl. Christian Ambühl setzt auf Transparenz, erklärt seine Entscheidungen und bezieht sein Team ein. Gleichzeitig bleibt er seinem Weg treu, wenn er von dessen Richtigkeit überzeugt ist. Diese Balance zwischen Offenheit und Standhaftigkeit ist eine Kunst, die nur durch Erfahrung gelingt. Sie ermöglicht es, Veränderung durchzusetzen, ohne das Team zu verlieren.

Stärke durch Ehrlichkeit

Die Bereitschaft, Fehler einzugestehen, gilt in vielen Organisationen noch immer als Schwäche. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Wer offen mit Irrtümern umgeht, beweist Souveränität, schafft Vertrauen und ermöglicht echtes Lernen. Eine Fehlerkultur, die auf Verantwortung, Offenheit und der Freiheit zur Kurskorrektur beruht, macht eine Organisation nicht anfälliger, sondern stärker. Sie gibt Mitarbeitern den Mut, Neues zu wagen, und verhindert, dass Probleme im Verborgenen wachsen. Gerade in starren hierarchischen Strukturen ist diese Haltung ein Schlüssel zur Weiterentwicklung. Der Weg „zurück auf Start“ ist dabei kein Rückschritt, sondern ein bewusster Schritt nach vorn. Mit seinem konsequenten Bekenntnis zu Verantwortung und Ehrlichkeit zeigt Christian Ambühl aus Davos, dass wahre Führungsstärke nicht darin besteht, niemals zu irren, sondern darin, aus Fehlern zu lernen und so täglich besser zu werden – eine Lektion, die Christian Ambühl glaubwürdig vorlebt.

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